9 unterbewusste Vorurteile in der Arbeitswelt - Teil 3/3

Der beste Weg unterbewusste Vorurteile abzubauen, ist sich ihnen bewusst zu werden. Wir haben für Sie drei Blogartikel, zum Thema unbewusste Voreingenommenheit, verfasst inklusive Tipps zu deren Abbau.

9unterbewusste Vorurteile in der Arbeitswelt, Part 3

Der beste Weg, unterbewusste Vorurteile abzubauen, ist sich ihnen bewusst zu werden. Wir haben für Sie drei Blogartikel, zum Thema unbewusste Voreingenommenheit verfasst, inklusive Tipps zu deren Abbau.

 

The Halo effect

Der Heiligenschein-Effekt am Arbeitsplatz: Der Heiligenschein-Effekt kann in jeder Phase des Einstellungsverfahrens zum Tragen kommen. Sie sehen vielleicht, dass eine sich bewerbende Person in einem angesehenen Unternehmen gearbeitet hat oder einen Abschluss an einer Eliteschule vorweisen kann. 2019 wurde in den USA ein Skandal aufgedeckt, bei welchem dutzende wohlhabende Familien ihren Kinderneine Hochschulzulassung erkauft haben. Wenn daraus etwas lernen, dann das man eine bewerbende Person nicht nach dem Verdienst seiner namhaften Ausbildungen beurteilen sollte.

Wege zur Vermeidung des Heiligenschein-Effekts: Der Heiligenschein-Effekt kann bei der Beurteilung von Bewerber*innen gefährlich blenden. Wenn Sie einen Stapel von Bewerbungen durchsehen, suchen Sie wahrscheinlich nach etwas einzigartigem,das eine Bewerbung von den anderen abhebt. Betrachten Sie dabei auch die Person ohne diese eine herausragende Eigenschaft und sehen Sie, wie die Erfahrungen, Fähigkeiten und Persönlichkeit im Vergleich zu anderen Kandidierenden dasteht, die vielleicht nicht die gleichen Privilegien oder Möglichkeiten hatten.

 

The Horns effect

Der Hörner-Effekt am Arbeitsplatz: Als direktes Gegenteil des «Halo-Effekt» kann der Hörner-Effekt dazu führen, dass Recruiter Bewerbende aufgrund einer Eigenschaft aussondern, die den Präferenzen des Teams widerspricht. Dabei kann es sich um etwas so Triviales handeln, wie die Tatsache, dass die bewerbende Person mit einem Unternehmen zusammenarbeitet, das Sie persönlich nicht mögen,oder dass ein Kandidat während des Vorstellungsgesprächs eine bestimmte Macke an den Tag legt. Solche Eigenschaften können Ihre Wahrnehmung über Bewerbende völlig verändern, auch wenn es sich nur um einen kleinen Faktor handelt, der einmal relevant ist.

Vermeiden Sie den Hörner-Effekt: Wenn Sie ein negatives Gefühl gegenüber einer bewerbenden Person haben, nehmen Sie sich die Zeit, um herauszufinden, woher dieses "Bauchgefühl" kommt. Möglicherweise handelt es sich um etwas Oberflächliches oder Unwichtiges, das die Chancen des Kandidierenden auf die Stelle nicht beeinträchtigen sollte. Erkundigen Sie sich auch bei den anderen Personen aus dem Team, um herauszufinden, woher deren Meinungen und Präferenzen in Bezug aufdiese bewerbende Person stammen.

 

Nonverbal Bias

Nonverbale Voreingenommenheit am Arbeitsplatz: Wenn Sie eine*n Bewerber*in (persönlich oder virtuell) zu einem Vorstellungsgespräch treffen, kann sich eine nonverbale Voreingenommenheit einschleichen. Ob ein schwacher Händedruck, verschränkte Arme oder Schwierigkeiten, Augenkontakt zu halten - es ist leicht, diese Signale als Desinteresse, Überheblichkeit oder eine insgesamt negative Einstellung zu interpretieren. Es ist wichtig, daran zu denken, dass die Art und Weise, wie sich eine Person in der Welt bewegt, kein Hinweis auf ihre wahren Absichten ist oder darauf, ob sie eine erfolgreiche Ergänzung für Ihr Team sein wird oder nicht.

Wege zur Vermeidung nonverbaler Voreingenommenheit: Denken Sie daran, dass jeder Mensch anders ist - das gilt auch für seine Eigenheiten und die Körpersprache.Wenn zum Beispiel eine Person im Vorstellungsgespräch die Arme verschränkt, ist das vielleicht einfach eine nervöse Reaktion und kein Anzeichen auf seine Einstellung oder seine Gedanken.